Lese-Rechtschreib-Schwäche

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Jan

Die Lese-Rechtschreib-Schwäche wird auch als Legasthenie oder Dyslexie bezeichnet. Sie ist durch ein erschwertes Lernen des Lesens und ungewöhnlich viele Rechtschreibfehler bei ansonsten befriedigenden schulischen Leistungen und normaler bzw. überdurchschnittlicher Intelligenz gekennzeichnet.

Symptome einer Lesestörung können folgendermaßen aussehen:

  • niedrige Lesegeschwindigkeit527275_web_R_K_by_Dieter Schütz_pixelio.de
  • falsche Wiedergabe von Worten bzw. Wortteilen
  • Auslassen, Ersetzen, Verdrehen oder Hinzufügen von Buchstaben
  • verzögerter Start oder Zeilenverlust beim Vorlesen
  • Wort- und Buchstaben vertauschen
  • Leseverständnisstörung

 

Eine Rechtschreib-Störung kann sich folgendermaßen äußern:

  • Buchstabenverwechslung und -inversion (b-d; p-q)577468_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de
  • Reihenfolgefehler der Buchstaben im Wort
  • Auslassungen oder Einfügungen von Buchstaben oder Wortteilen
  • Regelfehler (falsche Dehnung oder Groß-/Kleinschreibung)
  • Wahrnehmungsfehler (Konsonantenverwechslung z. B. d-t)
  • Schreiben gemäß Lautbild
  • Wortverstümmelungen
  • Fehlerinkonstanz

Im Rahmen therapeutischer Maßnahmen bilden Lernprogramme und Trainingsmaßnahmen zur Entwicklung von Sprachwahrnehmung und -verständnis, Sprechmotorik, Gedächtnisleistungen sowie weiteren kognitiven Faktoren eine unverzichtbare Säule der Behandlung. Neben diesem Ansatz sind psychotherapeutische Elemente zur Verbesserung der Leistungsmotivation und zum Abbau emotionaler Störungen notwendig. Entsprechend haben verhaltenstherapeutische Elemente zum Aufbau von Lernprozessen und zum Abbau von unangemessenem Verhalten Einzug in die Behandlung gefunden. Derartige Behandlungsmaßnahmen müssen durch regelmäßige Elternarbeit begleitet werden.

Fotos v.o.n.u.: Dieter Schütz u. Rainer Sturm / pixelio.de